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Schlaraffenland

Leben wir nicht im Schlaraffenland? Geldautomaten spucken auf Knopfdruck Bargeld aus. Überall kann man bequem mit Kreditkarte und Smartphone bezahlen. Man muss sie nur an die Kassen hinhalten. Wie bequem! Paketdienste liefern massenweise alle nur erdenklichen Waren, die wir per Mausklick bestellt haben, direkt an die Haustür. Portofrei! Und wenn ein Produkt nicht passt, schicken wir es zurück, meist kostenlos. Also zumindest nicht auf unsere Kosten. Alles easy, kein Problem!
Die Mode ändert sich so schnell, dass man mit dem Tragen gar nicht mehr nachkommt. Aber Hauptsache billig gekauft. Blöd nur, dass die dank Temu, Shein, AliExpress etc. supergünstigen Waren zum überwiegenden Teil von so schlechter Qualität sind, dass sie in kürzester Zeit im Müll landen. Oft sogar ungebraucht.
Aber wen kümmert es im Schlaraffenland, dass die Müllberge weltweit in den Himmel wachsen und Unmengen von Plastik in die Ozeane geschwemmt werden? Wir produzieren viel Müll, aber uns gelingt es zumindest, ihn aus den Augen zu schaffen. Außerdem gibt es bei uns (noch) sauberes Wasser, glasklare Seen und frische Bergluft. Ein absolutes Urlaubsparadies! Wir selbst verbringen unseren Urlaub aber nicht hier. Wir fliegen lieber billigst dorthin, wo man für den Euro noch etwas geboten bekommt. Echauffiert fragen wir uns dann, warum in den idyllischen Meeresbuchten so viel Plastikmüll liegt? Gibt es denn dort keine Müllabfuhr, die diesen Dreck entsorgt, wie bei uns? Haben die Menschen hier kein Umweltbewusstsein? Sie sollten sich ein Beispiel an uns nehmen, am Schlaraffenland! Da gibt es keinen Müll am Straßenrand. Bei uns wird der Abfall unseres Lebensstils dezent verbracht – aus den Augen, aus dem Sinn. So lässt es sich im Schlaraffenland (immer noch) gut leben.
Blöd nur, dass Geldautomaten für immer weniger Menschen ausreichend Geld hergeben – Konto überzogen? Blöd zudem, dass auch im Schlaraffenland das Geld immer weniger wert wird – Preissteigerungen, Inflation? Und dann gibt es noch Menschen, die ihr eigenes Flugzeug, eine Yacht und eine Insel haben!
Sie wissen das alles? Ja? Dann besteht das Problem nur darin, dass es uns nicht gelingt, vernünftig zu handeln.

Horst Peter Groß, Landschaft des Wissens|Wissenschaftsverein Kärnten

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Kabarettfrühling 2026

In den Geowissenschaften geht die Diskussion über ein Zeitalter des Anthropozäns weiter. Unabhängig von der Geologie hat sich der Begriff Anthropozän bereits seit mehr als 20 Jahren als kultureller Begriff für das Konzept einer „anthropogen überformten“ Erde etabliert.
Das Anthropozän inspiriert dabei zu einem neuen Blick auf die Erde als Lebensraum und stellt die Menschheit gleichzeitig vor ganz neue Verantwortlichkeiten.
Das FORUM ANTHROPOZÄN geht interdisziplinär der Frage nach, wie sich Menschen wieder verstärkt als Einheit mit der Natur verstehen und erleben können und wie Innovation eine nachhaltige Entwicklung fördern und der globale Wandel auch als Chance für eine bewusste Gestaltung der künftigen Erde betrachtet werden kann.
Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, kreative Impulse zu erhalten und innovative Lösungsansätze zu initiieren.
• ineinemZEIT-GESPRÄCH
• überVertiefungsreferateundVorträge(inter-)nationalerExpert*innen • imPANEL„SMARTCITIES|SMARTREGIONS“
• ineinerinternationalenDiskussion
• ineineröffentlichenPodiumsdiskussionamDorfplatz
• undimRahmeneinerKunstintervention
Darüber hinaus finden am Samstag, 13.06.2026, CONNATURALP-Interreg-Programmpunkte statt. Diese richten sich an alle Interessierten und sind kostenfrei zugänglich.

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Matinée 2026

Matinée 2026 Vom Wert der Demokratie Sonntag, 1. März 2026 | 11.00 – 13.00 UhrKonzerthaus Klagenfurt, Mittlerer Saal Ein wissenschaftlich anregender und klangreicher Sonntagvormittag mit Impulsvorträgen, Musik, Diskussionen, und kleinen Köstlichkeiten im Konzerthaus Klagenfurt (Mittlerer Saal). Ein Netzwerktreffen mit intellektuellen und künstlerischen Impulsen für Partnerorganisationen und Freund:innen zum inspirierenden Austausch! Impulsvorträge Horst Peter Groß:Vom Wert

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Warum schweigen die Lämmer?

Man stelle sich vor, ein Landeshauptmann, eine Landeshauptfrau, ein Bundeskanzler oder Bundespräsident in Österreich würde einer Journalistin, die eine kritische Frage stellt, antworten: „Halt die Klappe, Schweinchen“. Der Sturm der Entrüstung wäre heftig und Rücktrittsaufforderungen unweigerlich – und das zurecht. In den USA ist das möglich, bei uns in Österreich und in vielen Teilen der westlichen Welt glücklicherweise noch nicht.

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