Weltklimaspiel - Nachlese
Das erste Weltklimaspiel in Kärnten fand von 16.-18. August 2023 im Educational Lab, Lakeside Park Klagenfurt, statt. Unter der Leitung des Spielentwicklers Matthias Mittelberger und seinem Team der Weitblick GmbH wurde das Spiel durchgeführt. Teilgenommen haben 22 Jugendliche vom bfi und dem Mädchenzentrum EqualiZ. Außerdem wurden im Rahmen der Spieltage auch fünf Personen zu Spielleiter:innen ausgebildet. Dadurch soll die Verbreitung des Weltklimaspiels in Kärnten vorangetrieben werden. Die Finanzierung und Organisation übernahm der Wissenschaftsverein Kärnten.

Lerneffekte
Das Weltklimaspiel zeigt den Spieler:innen auf eindrucksvolle Weise die Komplexität und Verwobenheit gegenwärtiger Krisen. Da die Spielteilnehmer:innen bestimmte Rollen zugewiesen bekommen – sie sind beispielsweise Regierungschefs oder Konzernleiterinnen – entwickelt sich im Laufe des Spiels eine hohe emotionale Idendifikation mit den gestellten Spielherausforderungen und damit den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Klimakrise. Wichtige Lerneffekte ergeben sich dadurch, dass die Teilnehmer:innen ihre Interessen artikulieren, diskutieren, Kooperationen schließen und gemeinsam Lösungsstrategien entwickeln müssen. Die intensive Auseinandersetzung der Jugendlichen mit den Aufgabenstellungen und Spielbedingungen zeigten sich unter anderem darin, dass auch in den Pausen intensiv weiterdiskutiert und verhandelt wurde. Die Mittagspause wurde für informelle Gespräche genutzt und gemeinsame Pläne ausgeheckt. Das Weltklimaspiel ist gruppendynamisch durchaus herausfordernd und hat einen hohen sozialen Lerneffekt.
Das Weltklimaspiel eröffnet den Spielteilnehmer:innen einen großen Handlungsspielraum. So können beispielsweise selbst erdachte Gesetze verabschiedet, Proteste ausgerufen oder Steuersätze verändert werden. Da das Spiel App-gestützt ist, können Transaktionen digital durchgeführt und Spielfolgen sogleich ausgewertet werden. Die große Bandbreite an Handlungsmöglichkeiten, die das Spiel eröffnet, erhöht auch dessen Komplexität. Die Aufgabe des Spielleiters besteht nicht nur darin, den Spielablauf zu moderieren und für den Einhalt der Spielregeln zu sorgen, sondern auch wissenswerte Fakten über die globalen Zusammenhänge der Klimakrise in das Spiel einfließen zu lassen. Dadurch ist das Weltklimaspiel nicht nur spielerisch lustig und strategisch herausfordernd, sondern auch sehr lehrreich.

Einblicke in das Weltklimaspiel
Die Ereignisphase
Die Bevölkerung wächst, Böden werden versiegelt, Flüsse verschmutzt. Der Lebensraum von Pflanzen und Tieren schwindet, die weltweiten Ressourcen sinken und die Treibhausgase in der Atmosphäre steigen. Das Klima verändert sich, Extremwetterereignisse und Umweltkatastrophen werden häufiger.
Die Ereignisphase des Weltklimaspiel hat es in sich. Sie stellt die Spieler:innen vor ein multiples Krisenszenario. Ein Szenario, dass sich nicht nur am Spielbrett abzeichnet, sondern auf Fakten und Daten unserer tatsächlichen Lebenswelt beruht. Doch was kann man tun?
Die Verhandlungsphase
Präsident:innen und Minister:innen großer Länder, CEOs globaler Konzerne, Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Vereinigungen und international unabhängige Organisationen sind am Zug. Die Krisen bedrohen den Frieden im Land, die Erträge der Wirtschaft und das Fortbestehen des Lebensraums.
Es muss diskutiert und verhandelt werden, Folgen abgeschätzt und Kompromisse geschlossen werden. Nur in Kooperation können die komplexen Herausforderungen gemeistert werden.
Die Verkündigungsphase
„Seit langem protestiert die Zivilgesellschaft bei uns aufgrund des Wohnraummangels, nun konnten wir mithilfe der Industrial Corporation ein nachhaltiges Wohnprojekt starten,“ erklärt die Präsidentin von Sekon, einer dicht besiedelten Region mit starkem Bevölkerungswachstum. „Wir haben beschlossen, dass Konzerne, die in unserem Land umweltfreundlich produzieren, eine Steuererleichterung bekommen,“ ruft die Außenministerin von Pasgana. Der Leiter des internationalen Konzerns Crop Corporation verkündet „Ich habe daraufhin einige meiner Monokulturen in Mischkulturen umgebaut.“
Stolz präsentieren die Spieler:innen in der Verkündigungsphase, was sie in den Verhandlungen erreichen konnten, bevor das nächste Jahrzehnt und damit die nächste Ereignisphase eintritt.

Spieler:innen über ihre Spielerfahrung
„Ich habe gesehen, wie schwierig es ist, Krisen zu managen, wie abhängig man voneinander ist und wie viele unterschiedliche Interessenparteien es gibt. Es ist schwierig, Politikerin zu sein und es allen recht machen zu wollen.“ – Klara
„Das Spiel hat mir gezeigt, dass bereits viel angerichtet wurde, dass das Klima schädigt und dass wir viel machen müssen, um der Krise entgegenzuwirken. Unsere Handlungen haben Konsequenzen.“ – Julia
„Ich konnte mich bei dem Spiel total gut ausprobieren. Ich habe auch gemerkt, wie man andere Interessenparteien von seinen Ideen überzeugen und auch ein bisschen manipulieren kann.“ – Jonas
„Die gegenseitige Abhängigkeit habe ich gemerkt, als die Regierungen von mir nachhaltige Produkte forderten. Ich konnte aber nicht nachhaltig produzieren, solange es keinen nachhaltig produzierten Strom gab. Da habe ich auch gesehen, wie schnell man pleitegeht.“ – Ibrahim

Fotos: (c) Liliana Possing
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- Horst Peter Groß, Philosoph, Unternehmensberater,
Präsident der Landschaft des Wissens|Wissenschaftsverein
Kärnten
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