Zur Handlungsmacht von Politik
2025 widmet sich die Vortragsreihe „Wissen schafft Gesellschaft“ dem Thema Radikalisierung als Gefahr für die Demokratie.
Die Faktenlage ist klar, die wissenschaftliche Evidenz für den menschengemachten Klimawandel erdrückend. Dennoch scheint ein großer Teil der Menschen diese Erkenntnisse und ihre Auswirkungen nicht ernst zu nehmen, zu ignorieren oder zu verdrängen. Allein das Wissen darum reicht nicht aus. Rationale Argumentation von Wissenschaft, auch wenn sie noch so gut über Diagramme, Bilder und Graphiken kommuniziert wird, scheint nicht zu wirken.
Was also tun? Offenbar müssen die negativen Folgen persönlich spürbar werden, damit eine Verhaltensänderung erfolgen kann. Daher folgendes Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Sie gehen bei einer Sommertemperatur von 35 Grad Celsius und mehr auf Asphalt, einer betonierten Fläche oder schlimmer noch: auf einer Blechplatte barfuß spazieren. Ihre Füße würden dies auf dem aufgeheizten Untergrund wahrscheinlich nicht lange aushalten. Bei gleicher Temperatur barfuß auf einer Wiese im Schatten von Bäumen zu gehen, wäre hingegen eine wahre Wohltat. Was könnten wir aus dieser banalen Erfahrung lernen? Bäume und Wiesen, also Ökosysteme, sind natürliche Klimaanlagen, die unser Wohlbefinden steigern!
Da in Zukunft die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten leben wird, entscheidet sich auch dort die Frage einer nachhaltigen Lebensweise mit einer menschengerechten Lebensqualität. Was braucht es (unter anderem) dazu? Ein erster einfacher Schritt wäre die Entsiegelung von Asphalt- und Betonflächen, wo immer es möglich ist. Weg mit Parkplätzen in Innenstädten zugunsten schattenspendender, klimafitter und sauerstoffproduzierender Bäume und Fassaden. Neben der Lebensqualität würde auch der Grundwasserspiegel profitieren, da Regenwasser wieder in den Böden „schwammartig“ gespeichert anstatt in Kanälen „entsorgt“ wird.
Manche „Lösungen“ sind offenbar zu einfach. Sie erfordern aber ein Umdenken, das in Teilen der Bevölkerung schon Platz greift. Jetzt bräuchte es „nur“ noch den Mut der Politik, aus dieser aufkeimenden Bewusstseinsänderung zukunftsweisende politische Konsequenzen zu ziehen und konkrete Rahmenbedingungen zu schaffen, damit auch der beharrende Teil der Zivilgesellschaft zum Mitmachen bewogen wird.
Klagenfurt, 28. Juli 2026
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2025 widmet sich die Vortragsreihe „Wissen schafft Gesellschaft“ dem Thema Radikalisierung als Gefahr für die Demokratie.


Zwischen diesen Polen von Macht und Ohnmacht liegt jedoch ein Phänomen, das wie kaum ein anderes mit beiden verbunden ist und zugleich das Potenzial besitzt, diese Dichotomie zu überwinden: die menschliche Verletzlichkeit.
Der Natur werden weltweit von Parlamenten, Regierungen und Gerichten zunehmend eigene Rechte verliehen. Was ist dran an den Rechten der Natur? Kann diese Rechtspraxis zur Bewältigung des Klimawandels beitragen?

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